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Was hat eigentlich Meditation mit Faulheit zu tun

Oder auch, kann ein Fauler richtig meditieren? Oder kann nur der richtig meditieren, der auch faul ist?

Jeder Mensch ist bestrebt, in Ruhe zu kommen und abzuschalten. Das ist normal und das braucht der Mensch auch. Doch wenn jemand sich darum bemüht, sich in der Meditation zu üben, gibt er nach kurzer Zeit des Suchens entnervt wieder auf.

Zu viele echte und vermeintliche Gurus wollen ihre Seminare, ihre Bücher, ihre CDs und DVDs verkaufen. Damit man nicht gleich merkt, wie miserabel sie sind, wird einem von Anfang an gesagt, dass man zum wirklichen Erlernen der Meditation Jahre benötigt und dass eine Meditation unter einer Stunde Unsinn ist. Gut, manche gehen schon auf etwa 30 Minuten herunter. Aber letztendlich wird immer gesagt, dass man es nie von Anfang an kann und dass man nur fleißig üben muss. Irgendwann wird sich dann die Tiefenentspannung in der Meditation einstellen.

Was ist Meditation

Der Begriff „Meditation“ stammt aus dem Griechischen „medomai“ (medomai) und bedeutet „denken, sinnen“. Nun, das mit dem Denken ist so eine Sache. Eigentlich sollte man ja bei der Meditation nichts denken. Aber die Gedanken fließen lassen. Das sollte man. Keinen Gedanken festhalten. Nur so kann man „seine Mitte finden“, was immer das bedeuten mag. Damit dies klappt, bedarf es scheinbar der langen Übung.

Ich bin da ganz anderer Meinung

Die Gedanken fließen lassen ist sicherlich sehr schwer. Die Gedanken nicht festzuhalten nicht minder. Also was können wir machen, damit wir schnell meditieren können und dabei nicht jahrelang üben müssen?

Das Geheimnis heißt Ablenkung

Wer kennt nicht die Geschichte mit der Fee, dem vergrabenen Schatz und dem rosa Kaninchen. Die Fee erschien nachts einem lieben Menschen und teilte ihm mit, wo er zu welcher Uhrzeit graben müsse, um einen riesigen Schatz zu finden. Einzige Bedingung: Er darf nicht an ein rosa Kaninchen denken.

Nach einer Stunde hörte der Mensch auf zu graben und meinte, dass er noch nie im Leben an ein rosa Kaninchen dachte. Aber in der letzten Stunde pausenlos.

Genau das ist das Problem mit dem Nichtfesthalten der Gedanken. Je mehr man sich darauf konzentriert, desto mehr hält man die Gedanken fest. Zumindest den einen, die Gedanken nicht festzuhalten. Es ist schon irgendwie verrückt.

Also lenken wir uns ab und konzentrieren wir uns auf einen ganz anderen Mechanismus. Meditation kann man auch als bewusst gesteuerte Atmung betrachten. Ich konzentriere mich auf meine Atmung und steuere diese bewusst in Verbindung mit einigen Chakra-Manövern. Durch die Konzentration auf die Atmung, denke ich gar nicht daran, dass ich meine Gedanken nicht festhalten darf. Und durch diese Ablenkung komme ich ganz schnell dahin, wo ich hin möchte.

Wie funktioniert dies nun in der Praxis

Zunächst setze ich mich bequem auf einen Stuhl oder in einen Sessel. Dabei ist es nicht so wichtig, ob ich gerade sitze oder halb liege. Es sollte nur bequem sein. Die Beine sind leicht geöffnet und nicht übereinandergeschlagen, die Fußsohlen berühren ganzflächig den Boden. Die Handflächen ruhen locker auf den Oberschenkeln. Die Augen sind geschlossen.

Lassen Sie ein paar Sekunden verstreichen und atmen Sie dann langsam drei Mal kräftig ein und aus. Immer durch die Nase einatmen und durch den Mund ausatmen. Dann kommt die eigentliche Übung:

  1. Atmen sie bewusst tief ein und stellen Sie sich dabei vor, wie die Atemluft aus der Erde durch Ihre Füße in Ihren Körper steigt. Sie halten mit dem Einatmen an, wenn Sie beim ersten Chakra sind. Dort stellen Sie sich vor, wie die Energie, die Sie mit der Atemluft angesaugt haben, sich im ersten Chakra drei Mal im Uhrzeigersinn dreht.
  2. Atmen Sie jetzt durch den Mund tief aus und versuchen Sie soweit wie möglich Ihre Lungen zu leeren, ohne sich jedoch anzustrengen. Es muss nicht das letzte Lüftchen ausgeatmet sein. Immer ganz natürlich bleiben.
  3. Jetzt atmen Sie wieder tief ein wie bei Schritt 1. Allerdings müssen Sie jetzt die Luft etwas schneller einatmen, da Sie die Luft bis zum zweiten Chakra steigen lassen müssen. Dabei lassen Sie die Energie im ersten Chakra kurz anhalten, dann im zweiten Chakra drei Mal im Uhrzeigersinn drehen.
  4. Jetzt wieder tief durch den Mund ausatmen.
  5. Nun wieder tief durch die Nase einatmen, dabei die Luft bis zum dritten Chakra ziehen. Beim ersten und zweiten Chakra kurz anhalten, dann im Dritten Chakra drei Mal im Uhrzeigersinn drehen.
  6. Dann wieder kräftig ausatmen.
  7. Das machen Sie jetzt mit dem 4. und 5. Chakra ebenso.
  8. Wenn Sie beim 5. Chakra wieder ausatmen, stellen Sie sich vor, wie die Energie auch durch die Arme, Hände und Fingerspitzen nach außen strömt.
  9. Dann ist das 6. Chakra, das sog. Dritte Auge dran. Nachdem Sie hier die Energie drei Mal im Uhrzeigersinn haben kreisen lassen, richten Sie die Energie beim Ausatmen so, dass sie sowohl direkt nach vorne strömt, als ob sie zwischen den Augenbrauen herauskommt. Gleichzeitig aber auch durch den Hinterkopf nach außen.
  10. Zuletzt kommt das 7. Chakra, das Scheitel-Chakra an die Reihe. Hier stellen Sie sich beim Ausatmen vor, dass die Luft und die Energie aus dem höchsten Punkt des Kopfes heraussprudeln wie bei einem Wal.
  11. Als Nächstes atmen Sie wieder tief ein, lassen die Energie von ganz unten nach ganz oben durch den Körper strömen und blasen Sie die Energie, die Sie sich als verbrauchte Energie vorstellen, wieder aus dem 7. Chakra aus dem Körper.
  12. Sie werden bemerken, dass die Fontäne, die Sie herausblasen scheinbar immer höher wird.

Atmen Sie so noch einige Male kräftig durch, bis Sie eine gewisse Erleichterung spüren. Wenn Sie dieses Gefühl haben, dann atmen Sie ganz ruhig noch eine Weile normal weiter. Sie haben dann das Gefühl, voller neuer Energie zu sein.

Ballen Sie jetzt die Fäuste, ziehen die Arme an den Körper, spannen den ganzen Körper an. Sie atmen jetzt kräftig ein und aus, lassen die ganze Anspannung im Körper los und öffnen die Augen.

Vorsicht! Noch nicht gleich voll loslegen, Sie brauchen ein paar Augenblicke, bis Sie wieder in der normalen Spur laufen.

Wie lange dauert die Meditation für Faule

Anfänglich benötigen Sie etwa 10 Minuten bis maximal 15 Minuten. Das ändert sich aber innerhalb weniger Tage. Sie benötigen immer weniger Zeit. Nach etwa 2 Wochen benötigen Sie für den ganzen Zyklus etwa 2 – 3 Minuten. Deswegen „Meditation für Faule“, eine tolle Aussicht.

Außerdem können Sie schon nach wenigen Tagen den Zyklus mehrfach am Tag wiederholen. Zu Hause, an der Bushaltestelle, im Bus, auf der Toilette, usw., usw. Immer dann, wenn Sie ein paar Minuten „Leerlauf“ haben.

Sie werden bemerken, dass das Gehirn sich erholt, die Spannungen abfallen, Sie voller neuer Energie und Tatendrang sind.

Üben Sie, immer wenn Sie Zeit sehen. Es wird Ihnen in Fleisch und Blut übergehen und Sie werden es nach einer gewissen Zeit ganz automatisch machen. Ich selbst faul-meditiere regelmäßig, meist schon automatisch seit vielen Jahren.

Dies ist eine Form der Meditation, die für jeden geeignet ist, die keinen Guru als Lehrmeister benötigt. Man kann fast nichts falschmachen und man hat alle Vorteile des Meditierens, vor allem braucht man keine Jahre, um es zu erlernen, da Ihr Körper von ganz alleine den Rhythmus findet.

Vor „aufregenden Gesprächen“ (Bewerbungen, Prüfungen, etc.) können Sie diese Meditationsform erfolgreich im Vorfeld einsetzten. Auch bei Kopfschmerzen, wenn Sie verspannt oder verkatert sind, ist diese Form der Meditation oft schnell erfolgreich.