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Bis zum Mittelalter beliebt bei Frauenleiden

Der Diptam hat seinen Namensursprung vom kretischen Berg Dicte und dem griechischen „Thamnos“, was „Strauch“ bedeutet. Er war auf jenem Berg häufig zu finden und galt bis zum Mittelalter als Mittel gegen Husten, Steinleiden, Hysterie, Epilepsie, bei Frauenleiden und mit Wermut als Schutzkraut vor Zauberei. Wegen seiner Giftigkeit, auch auf der Haut, wird er heute nur homöopathisch eingesetzt und ist etwas in Vergessenheit geraten. – Schade, denn eine so besondere und ausdrucksstarke Pflanze hat auch mit besonderen Heilwirkungen aufzuwarten.

Der Diptam riecht zitronig, er kommt an trockenen Standorten in Europa vor, und zwar dort, wo er in Ruhe gelassen wird. Mittlerweile findet man ihn immer seltener, so ist er eine geschützte Pflanze. Die Blätter vom Diptam sehen aus, als ob man mit einer Nadel Löcher hineingestochen hätte.

Zu viel Feuer, natürlicher Feuerwehranzug

Tatsächlich speichern sie eine solche Menge ätherische Öle ab, dass diese dort gelagert werden. Die Konzentration an ätherischen Ölen ist so groß, dass man an heißen, windstillen Tagen das verdunstende Öl über der Pflanze anzünden kann. Der Diptam bleibt dabei unversehrt. Es wird vermutet, dass es sich beim biblischen brennenden Dornbusch um den Diptam handelt. Aus diesen Besonderheiten kann man die für heute wichtigen Symptome schließen:

Burn out – Ausgebrannt wegen Verletztheiten

Die vielen Öle stehen für eine starke Verbindung zur Sonne. Die Sonne ist Symbol für den Vater, die männliche Seite in uns. Diese ist „zerstochen“, verletzt. Der Diptam brennt, bleibt selbst aber unversehrt und will in Ruhe gelassen werden. Homöopathisch ist der Diptam ein Heilmittel für BURN – out – ähnliche Zustände, die entstanden sind, weil man sich verletzt fühlt von unserem patriarchalen System, von männlich – rigiden Verhaltensweisen. Man will sich nur noch zurückziehen und in Ruhe gelassen werden. Wer homöopathisch Diptam braucht, der hat viel Feuer in sich, aber hat die Kontrolle über das Feuer verloren, sodass das Feuer ihn ausgebrannt hat. Diptam gibt diesen Menschen die Information, kraftvoll das eigene Lebensfeuer zu leben, ohne sich ausbrennen zu lassen.

Der brennende Dornbusch in sich

Und wie jede Krankheit letztlich zu einem inneren Wachstum führt, drückt die Geschichte vom Brennenden Dornbusch deutlich aus. Wer sein eigener Feuerwerksmeister geworden ist, wer sich nicht mehr von alten Verletztheiten ausbrennen lässt, der kommt näher zu sich, zu seiner Essenz, zu Erleuchtungszuständen und letztlich zu Gott in sich.

Diptam in der Hausapotheke

bei Regelbeschwerden, Burn Out – Symptomen, Stress mit zu viel Hitze wird Diptam in D2 genommen. Diese Potenz wirkt lindernd, höhere Potenzen gehören in die Hand von erfahrenen Ärzten oder Heilpraktikern.

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Clemens_SteinerClemens Steiner ist Heilpraktiker in Frickingen am Bodensee und befasst sich vor allem mit der Wirkung von Heilkräutern auf körperlicher, emotionaler und seelischer Ebene.
Im Internet ist er unter www.clestei-naturheilpraxis.de erreichbar.

 

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