Wie Alkohol Kopfschmerzen verursacht und verstärkt

Der böse Alkohol

Alkohol ist eine Substanz, mit der der Körper nicht problemlos fertig wird, vor allem wenn er regelmäßig und/oder in großen Mengen getrunken wird. Der Abbau erfolgt in der Leber, wobei er vorher den gesamten Körper incl. des Gehirns überflutet. Dabei wird Alkohol vorübergehend in die Zellwände von Nervenzellen eingebaut, wodurch die Nervenzellen untereinander nicht mehr korrekt kommunizieren. Das Ergebnis ist der Rauschzustand. Je nach Alkoholmenge zeigen sich unterschiedliche Trunkenheitssymtome.

Was passiert so alles im Körper

Zunächst entzieht der Alkohol dem Körper Wasser (Dehydratation). Zusätzlich werden mit dem Wasser auch noch wichtige Substanzen aus dem Blut mitgenommen, was einem reibungslosen Funktionieren des Körpers widerspricht. Durch den Wasserverlust im Körper kommt es auch zu einem Wasserverlust im Gehirn. Die Nervenzellen und die Zellen der Hirnhäute meutern und tun weh. Weiterhin kommt es zu Veränderungen an verschiedenen Eiweißen und zu einer gefäßerweiternden Wirkung, vor allem der Blutgefäße im Kopf. Doch nicht nur durch das Trinken von Alkohol alleine können Kopfschmerzen entstehen, auch der Abbau des Alkohols birgt einige Mechanismen, die sehr starke Kopfschmerzen verursachen.

So verlässt der Alkohol wieder den Körper

In der Leber erfolgt der Abbau des Alkohols. Dabei entsteht Acetaldehyd, eine Substanz, die ein Nervengift ist. Und das macht Kopfschmerzen. Vor allem Obstbrände und faßgelagerte Alkoholika enthalten größere Mengen an sog. Fuselalkoholen, die beim Brennen mit entstehen. Diese bauen sich langsamer ab, als der reine Alkohol (Ethanol) und sammeln sich zusätzlich zum Acetaldehyd an den Nervenzellen an und verursachen verstärkte Kopfschmerzen. Und dann hat sich der Körper noch eine Gemeinheit ausgedacht. Süße Alkoholika werden durch den Zucker schneller aufgenommen als Alkoholika, die keinen Zucker enthalten. Dieser Zucker verlangsamt aber wiederum den Abbau von Acetaldehyd und verlängert seine Giftwirkung. Das Ergebnis ist ein verstärktes Kopfschmerz-Erlebnis.

Was kann ich dagegen machen

Das Beste wäre, keinen Alkohol zu trinken. Aber wenn man schon glaubt, Alkohol trinken zu müssen, sollte man genau aufpassen und so wenig wie möglich trinken. Auch durch Alkohol verursachte Kopfschmerzen sind eine Frage der aufgenommenen Menge. Dann ist es ganz wichtig, den Wasserverlust auszugleichen. Neben dem Trinken von Alkohol sollte auch immer viel Wasser getrunken werden. Wenn der Wasserverlust geringer ist, kommt man vielleicht um die Kopfschmerzen herum. Aber auch wenn man Kopfschmerzen hat, kann eine verstärkte Wasserzufuhr die Kopfschmerzen deutlich reduzieren. Vielfach wird empfohlen, Fetthaltiges vor dem Alkoholkonsum zu essen. Das hilft nur bedingt, da das Fett nur die Alkoholaufnahme verlangsamt. Eine Verminderung des Alkoholspiegels wird man dadurch niemals erreichen.

Und wie sieht es mit Kopfschmerz-Tabletten aus

Ganz sicherlich helfen Schmerzmittel gegen die pochenden „Kater-Kopfschmerzen“, aber es gibt da einiges zu beachten:

Aspirin: Absolut bedenklich und riskant. Da Alkohol die Magenschleimhaut angreift, kann es mit Aspirin, vor allem wenn man sich noch zusätzlich erbrechen muss, zu Blutungen der Magenschleimhaut kommen.

Paracetamol: Ebenfalls sehr riskant, da Paracetamol giftig auf die Leber wirkt. Das würde die Arbeit der Leber beim Alkoholabbau deutlich erschweren.

Ibuprofen: Diese Substanz ist relativ unbedenklich (Vorsicht, es gibt auch bei Ibuprofen Nebenwirkungen!)

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Alkohol durch seine Giftwirkung erhebliche Schäden im Körper setzen kann, unter anderen eben massive Kopfschmerzen. Alleine seine Gefäß erweiternde Wirkung kann einem Migräne-Patienten den nächsten Migräneanfall bescheren. Wenn jemand unter häufigen Kopfschmerzen leidet, sollte er Alkohol meiden.

Aus diesem Grunde zählt der Konsum von Alkohol bei Menschen mit Kopfschmerzen zu den drei Kardinalfehlern.

 

Teilen Sie diesen Beitrag!