Johanniskraut – Das innere Licht stärken

Johanniskraut ist die letzten Jahre umstritten geworden wegen möglicher Nebenwirkungen (es erhöht die Photosensibilität, kann zu Sonnenbränden führen, kontraindiziert bei Antibabypille und Antidepressiva).

Nichts aber kann uns jedoch abhalten uns mit dem Wesen des Johanniskrauts vertraut zu machen und feinstofflich mit diesem zu arbeiten. Denn das Thema dieses Mittels ist es, das innere Licht stärker leuchten zu lassen und das äußere Licht zurücktreten zu lassen. So können wir uns getrost verabschieden von Kämpfen, ob es nun amtlich zugelassen ist oder nicht, und uns direkt dem geistigen Thema des Mittels zuwenden.

Das innere Licht leuchten lassen

Am Johannitag, dem 24.6. feiern wir die Geburt von Johannes dem Täufer. Dieser hat Jesus angekündigt. Johanni ist genau ein halbes Jahr vor Weihnachten, zu der Zeit, in der die Sonne am höchsten steht. Hypericum steht dafür, zu helfen, das innere Licht kleiner werden zu lassen, um Platz zu schaffen, für ein größeres Licht, das göttliche Licht.

Das äußere Licht entspricht auch unserem Ego, dem verletzten Teil in uns, der an Altem festhält. So wie Johannis Märtyrer wurde und geköpft wurde, müssen wir manchmal viel Leid erleben und Verletzungen, bis unser Ego abgehobelt worden ist.

Alte Verletztheiten über Bord werfen

Diesen Wirkmechanismus zeigt auch eine andere Legende, die besagt, dass es entstanden ist aus Blutstropfen Jesu am Kreuz. Als der Teufel merkte, welch heilkräftiges Kraut da entsteht, versuchte er es mit einer Nadel zu zerstechen. Deshalb hat das echte Johanniskraut winzige Löcher an den Blättern, wenn man es gegen das Licht hält.

So hilft das Johanniskraut sich über die eigenen Verletzungen zu erheben und sein Licht königlich dienend leuchten zu lassen.

Die erwähnten Legenden geben schon einigen Symptome her über die Heilwirkung:

– es wäre DAS Heilmittel gewesen für Jesus Kreuzigungswunden (Jesuwundenkraut), hilft bei Fingerquetschungen, vor allem, wenn die Nerven mit betroffen sind

– so, wie Johannes geköpft wurde, hilft es bei Problemen im HWS – Bereich, auch dem Übergang zu Schädel und daraus resultierenden Kopfschmerzen.

Frieden mit Gott / dem Vater schließen

Den großen Zusammenhang bringt aber die Geschichte der Arche Noah. Nach der Sintflut leuchtete ein Regenbogen als Symbol, dass Gott Frieden macht mit uns. Johannes der Täufer wirkte noch im Alten Testament, arbeitete mit Wasser ähnlich der Sintflut, aber nach ihm sollte ein völlig neues Paradigma kommen. Der Regenbogen ist das Symbol für Hypericum. Gelb steht von der Signatur her für den Vater. Eine so zerlöcherte Pflanze die so golden blüht, steht dafür (endlich) Frieden zu machen mit dem Vater. So hilft uns das Johanniskraut, uns von alttestamtentarischen Gottesvorstellungen, inneren strengen Vaterbildern zu lösen und in ein inneres Leuchten zu kommen, einen Zustand, in dem man nicht aus sich heraus Dinge erreichen will, sondern in der Lage ist, sich von „oben“ führen und inspirieren zu lassen.

Indikationen:

– Depression aus Vaterlosigkeit im weitesten Sinne, Winterdepression

– Finger- und Nervenquetschungen, Zahnbehandlungen mit Nervenbeteiligung, (Stich-)Wunden, Verletzungen

– HWS – Beschwerden, Folgen von Gehirn- und WS-Erschütterungen, Schleudertrauma

– Schmerzen am Steißbein, Wirbelsäulenbeschwerden (Johanniskrautöl)

– wichtiges Mittel bei Folge von Zangengeburt

– Folge von Verbrennungen mit großen Selbstvorwürfen (wenn andere zu Schaden kamen).

 

 Einnahme / Verwendung in Selbstmedikation

– als Bachblüte

– homöopathisch in D – Potenzen bei Verletzungen

– für den Rücken in Form von Johanniskrautöl (Vorsicht wegen Photosensibilität)

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Clemens_SteinerClemens Steiner ist Heilpraktiker in Frickingen am Bodensee und befasst sich vor allem mit der Wirkung von Heilkräutern auf körperlicher, emotionaler und seelischer Ebene.
Im Internet ist er unter www.clestei-naturheilpraxis.de erreichbar.

 

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